Alfa Romeo


Mythos Alfa Romeo

Schon der Klang dieser Marke weckt Assoziationen mit Italien, mit sportlichen Fahrzeugen, die sich hervorheben. Alfa Romeo steht gleichermaßen für langjährige Technologie-Führerschaft beim Motorenbau, für gelungenes Design und schließlich für die automobil gewordene Italiensehnsucht aller Menschen im Norden.

Werbeanzeigen aus den 1950er Jahren belegen die Positionierung der Marke Alfa Romeo. Demnach ist ein Alfa Romeo “ein Automobil, das nicht jedermann hat, sondern ein Wagen, der Lebensart verrät”, außerdem werden Alfa Romeo-Automobile “nur für Menschen gebaut, die sich durch ihr junges Herz, ihren Autoverstand und ihre Begeisterung an der Schönheit des Fahrens auszeichnen”.

 

Ein Alfa Romeo bietet dem Käufer, so die Werbeanzeige, einen unwahrscheinlich temperamentvollen Motor, der trotzdem erstaunlich robust ist; dazu eine Straßenlage, die ihresgleichen sucht, und obendrein die besten Bremsen der Welt; ein Automobil also, mit dem man einfach gar nicht anders als sicher fahren kann.

Die großen Erfolge im Rennsport mit Ascari, Nuvolari, Ferrari…

Wie auch immer die persönliche Einstellung zu Alfa Romeo aussieht, eines steht fest: wer auf eine Erlebnisreise in die 1950er Jahre aufbricht, auf Traumstrassen Italiens, sollte sich nur an das Steuer eines Alfa Romeo setzen.

Dolce Vita und Alfa Romeo gehören zusammen wie Roberto Rossellini und Ingrid Bergman, wie Celentano und “Azzurro”, wie Mode und Italien. Nirgendwo spiegelt sich das italienische Lebensgefühl jener Zeit besser wider als bei Alfa Romeo.

Bereits ein Jahr später nimmt dieses Modell am ältesten Autorennen der Welt teil, der von den sizilianischen Magnaten Florio gegründeten “Targa Florio”. Aber auch den jetzigen Eigentümern ist kein großes Glück zuteil: Aktienspekulanten sorgen 1915 dafür, dass eine von Ing. Nicola Romeo angeführte Rüstungsfirma in Portello Kriegsgerät produziert.

1919 werden wieder Automobile gebaut in Mailand, jetzt unter dem Namen “Alfa-Romeo” (anfangs mit Bindestrich).Wie bei anderen Autoherstellern in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts liegt das Schickal von Alfa Romeo in den Händen von vermögenden Finanziers und deren Freunden, die den Anbruch eines neuen Zeitalters erkannt haben.

Im Rennsport vorne mit dabei

Die Alfa-Chefkonstrukteure Giuseppe Merosi und Vittorio Jano setzen auf großvolumige Vier- und Sechszylinder, die Erfolge im Rennsport geben ihnen recht und beflügeln die Verkaufserfolge. Zu den Fahrern von Alfa Romeo gehören Legenden wie Antonio Ascari, Giuseppe Campari, Tazio Nuvolari und auch Enzo Ferrari, der später seine eigene Automobilfabrik gründet.

Die erste Automobil-Weltmeisterschaft wird 1925 ausgetragen. Von den damals elf teilnehmenden Automarken gibt es heute nur noch vier: außer Alfa Romeo sind dies Mercedes-Benz, Fiat und Bugatti. Alfa Romeo entscheidet das prestigeträchtige Event mit zwei ersten Plätzen in Spa und Monza für sich, Fahrer ist Gastone Brilli-Peri auf einem 2-Liter-Achtzylinder vom Typ P2 mit 140 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 225 km/h.

Das Siegerpodest der 1927 erstmalig ausgetragenen Mille Miglia gehört, mit einer Ausnahme, ein Jahrzehnt lang Fahrern und Automobilen von Alfa Romeo.

Rezession und Börsencrash verschlechtern die wirtschaftliche Lage im Automobilbau. Man kann es dem autoverrückten Nationaldichter Gabriele D’Annunzio oder seinem Gönner Benito Mussolini zuschreiben, dass Alfa Romeo zur nationalen Sache erklärt wird und den Besitzer wechselt, zum Istituto per la Ricostruzione Industriale, kurz IRI.

Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Rennsport liefert Alfa Romeo großräumig motorisierte Statuslimousinen, Coupés und Cabriolets wie den 6 C 2300 oder den 8 C 2900, das in den Dreißiger Jahren das schnellste Serienauto der Welt war mit 205 km/h.

Die Jahre des Dolce Vita

Nach dem Zweiten Weltkrieg ist der Markt für derartige Automobile, wie sie etwa von Hollywoodgrößen wie Charlie Chaplin oder Rita Hayworth geordert worden waren, schlicht und ergreifend zu klein.

Deshalb entscheidet sich Alfa Romeo als einer der ersten Automobilhersteller für die Serienfertigung derselben Modelle in verschiedenen Karrosserieformen. Damit ebnet sich die Mailänder Marke den Zugang zu einer breiteren Käuferschicht als bisher.

Fast alles, was dazu nötig ist, gibt es schon: den Ruf von Alfa Romeo als Technologieführer, die großen Namen der Karossiers der Vorkriegszeit, und eine engagierte Mannschaft im Stammwerk Portello, welche die Kriegsschäden zügig beseitigt.

Geburtsstunde der Giulietta

Die Giulietta Sprint, 1954 vorgestellt, verdankt ihre Entstehung genau dieser Entscheidung. In schneller Folge wird diesem technisch für die damalige Zeit aufregend neuen Modell (siehe Giulietta Spider) eine Limousine und ein Cabriolet zur Seite gestellt, welche dafür sorgen werden dass jeder, der es sich leisten kann, Alfa Romeo fährt.

1957 werden in einem einzigen Jahr mehr Alfa Romeo produziert als in der gesamten Firmengeschichte bis dahin. Mit einer für die Nachkriegszeit ungewöhnlich großen Produktpalette an Coupés, Cabriolets und Limousinen bedient Alfa Romeo anschließend in den 1950er und 1960er Jahren Europas Jet-Set zwischen Amalfi und Cortina, St. Tropez und Portofino.

Auch die Amerikaner begeistern sich für Alfa Romeo. Die klangvolle Marke besitzt nicht nur eines der schönsten Embleme in der Automobilindustrie, das rote Kreuz auf weißem Grund der Stadt Mailand und den Drachen aus dem Visconti-Wappen. 1962 schon steht der Nachfolger bereit, die legendäre Giulia, für viele der Inbegriff der sportlichen Limousine.

Giulietta und Giulia – die besten Autos ihrer Zeit

Die 1960er Jahre bedeuten für Alfa Romeo einen kometenhaften Aufstieg. Symbolisch dazu passt der Umzug vom Stadtteil Portello in das Gelände in Arese nördlich von Mailand.

Es wird eine Glanzzeit im Motorsport, betreut durch die hauseigene Rennabteilung Auto Delta. Es ist die Zeit, als vergleichbare Modelle von Alfa Romeo teurer sind als jene von BMW – für manche Chronisten ein Grund, warum die Münchner bessere Verkaufszahlen erzielen.

Strukturelle Probleme, u.a. bei der Produktivität der Werke, bei der politisch motivierten Einflussnahme auf das Management (Alfa Romeo ist seit 1933 de facto ein Staatsbetrieb), interne Grabenkämpfe über Design und technologische Fortentwicklungen kennzeichnen die Siebziger Jahre bei Alfa Romeo.

Während eine unerschütterliche Anzahl von Fans Alfa Romeo weiterhin treu bleiben, fallen die Absatzzahlen der Mailänder Marke vor allem im Ausland hinter die Erwartungen zurück.

Dem zwischenzeitlich wiederholt angegangenen Versuch von Alfa Romeo, mit Sechszylinder-Motoren in die Oberklasse zurückzukehren, ist kein dauerhafter Erfolg beschieden. Das mittlere Segment wird mit sportlichen Limousinen wie dem zum 75-Jahre-Jubiläum erschienen “Alfa 75” erfolgreich bedient, aber das sportliche Alleinstellungsmerkmal beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die Marke Alfa Romeo.

Wie schon viele Jahrzehnte zuvor befindet sich Alfa Romeo Mitte der 1980er Jahre in schwierigstem wirtschaftlichen Fahrwasser, als das Unternehmen von Industriepatriarch Gianni Agnelli zur nationalen Sache erklärt und vom italienischen Fiat-Konzern übernommen wird. Dort wird die Marke bis heute eigenständig geführt, unter dem Dach der FCA Group (Fiat Chrysler Automobiles).

In Deutschland gehört Alfa Romeo zu den beliebtesten Automarken, die Imagewerte begeistern die Fachpresse, welche regelmäßig Modelle von Alfa Romeo auf erste Plätze befördert. Zum 100-Jahre-Jubiläum von Alfa Romeo präsentiert die Marke ein Modell in der Golf-Klasse, die Giulietta. Uma Thurman ist das Testimonial der Einführungskampagne mit dem slogan “Senza cuore saremmo solo macchine”, dessen Übersetzung “Ohne Herz wären wir nur Maschinen” dem Original nicht gerecht wird. Der lange verzögerte Launch einer sportlichen Limousine (mit Bauteilen der Schwestermarke Maserati) erfolgt 2016 und hört auf den geschichtsträchtigen Namen „Giulia“, eine Art Kompakt-SUV unter dem Namen „Stelvio“ soll ebenfalls in Produktion gehen.

Unsere Alfa Romeo Modelle

In unserer Oldtimerflotte warten die folgenden Alfa Romeo Modelle auf Sie:

Alfa Romeo Giulietta Spider

  • Diese legendäre Baureihe von Alfa Romeo drückt sportliche Eleganz schon im Namen aus: Giulietta, das klingt nach Dolce Vita und Filmen von Federico Fellini, nach Sonne und Meer. Die wenigsten wissen, dass dieses Cabriolet, eines der schönsten und bekanntesten Modelle von Alfa Romeo, zunächst gar nicht gebaut werden sollte. Anfang der 1950er Jahre steht der Mailänder Automobilhersteller unter Zugzwang, einen Nachfolger für die erfolgreiche Limousine Alfa 1900 zu präsentieren, und füllt die Lücke mit einem Coupé, das den Namen Giulietta Sprint erhält. Die sportlichen Fahreigenschaften des neuen Zweitürers begeistern auch den damaligen US-amerikanischen Importeur Max Hoffman, der bei Alfa Romeo interveniert, eine offene Version der Giulietta zu bauen. Anfänglich wenig überzeugt, beschließt die Unternehmensführung die Produktion des Giulietta Spider erst, als der Importeur 600 Fahrzeuge verbindlich bestellt. Der Alfa Romeo Giulietta Spider wird der Öffentlichkeit erstmals auf dem Pariser Autosalon von 1955 vorgestellt, aufgrund der starken Nachfrage in den USA dauert es jedoch weitere zwei Jahre, bis der neue Traumwagen hierzulande erhältlich ist. Merkmal des neuen Vierzylinder-Motors sind zwei oben liegende Nockenwellen; der 885 kg leichte Sportwagen ist seinen Konkurrenten dank einer Leistung von 65 PS deutlich überlegen. Die makellose Eleganz des Designs und die fortschrittliche Technik spiegeln sich auch im Preis wider: stolze 14.500 DM kostet der Alfa Romeo Giulietta Spider bei der Markteinführung in Deutschland, mehr als das Porsche 1600 Cabriolet. Damit bleibt der Giulietta für viele ein unerreichbarer Traum, während die jeunesse dorée begeistert ordert: bis 1962 werden über 17.000 Einheiten verkauft. Die klassische Eleganz der Pininfarina Karosserie und den drehfreudigen Alfa Romeo Vierzylinder Motor können Sie jetzt auf den Traumstraßen Italiens erleben, an der Amalfiküste, in der Toskana bei der Mille Miglia oder bei dem Gran Premio Nuvolari, in der Emilia-Romagna bei der Terra di Motori Tour und rund um den Lago Maggiore.
  • Produktionszahlen (inkl. Veloce): 17.096 Stück
    Technische Daten
    Karosserie: Pininfarina
    Modellvarianten / Bauzeit: 1955-1959 (750D), 1959-1962 (101.03)
    Motor: Vierzylinder in Reihe, wassergekühlt
    Einbaulage Motor: vorne, längs
     Antrieb: Heck
     Radstand: 2.200 (750D)/ 2.250 (101.03)
     Länge / Breite / Höhe (mm):  3.850 / 1.580 / 1.335 (750D) 3.900 / 1.580 / 1.500 (101.03)
    Leergewicht: 830 kg (750D)/ 865 kg (101.03)
    Reifengröße: 155-15
    Tankinhalt: 53 l
    Verbrauch: 9 l/100 km
    Motorversionen
    Typ: 750D
    Hubraum (cm3): 1.290
     Leistung (kW / PS – bei min-1):  48/ 65/ 6.000
     Höchstgeschwindigkeit:  160 km/h
     Typ:  101.03
     Hubraum (cm3):  1.290
     Leistung (kW / PS – bei min-1):  59/ 80 / 6.000
     Höchstgeschwindigkeit:  165 km/h

Alfa Romeo Giulia Spider

  • Der Erfolg des Giulietta-Modells ist überwältigend und die Ingenieure von Alfa Romeo entwickeln die nächste Plattform. Mit der Einführung der gleichnamigen Giulia-Limousine im Juni 1962 wird auch der Giulietta Spider zum Giulia Spider: ein Fünf-Gang-Getriebe und 1570 ccm Hubraum statt der 1290 ccm in dem Giulietta bescheren dem gefragten offenen Zweisitzer einen Verkaufserfolg nach dem anderen. Markante äußere Merkmale der Unterscheidung sind die längsgerichtete Chromstrebe auf der Motorhaube, welche beim Giulia Spider durch einen querliegenden verchromten Lufteinlass ersetzt wird, der Schriftzug „1600“ auf dem Kofferraum und die nicht dreieckig, sondern oval gelochten Felgen. Die Kundschaft kann aus sechs Karosseriefarben wählen: rot ist der Favorit, gefolgt von graphitgrau, weiß, schwarz, mittelblau und hellblau. Der Giulia Spider ist von Werk aus großzügig ausgestattet mit features, die 1962 noch lange nicht selbstverständlich sind: etwa ein abblendbarer Innenspiegel oder ein abschließbares Handschuhfach. Die einzige Zusatzausstattung, die bestellt werden kann, ist ein Hardtop für den Winter. Bis zum Modellwechsel im Jahr 1965 verlassen über 10.000 Giulia Spider einschließlich der 112 PS starken Veloce-Version das damals noch in Portello (Mailand) angesiedelte Werk von Alfa Romeo. Die Ikone der Dolce Vita können Sie jetzt auf den Traumstraßen Italiens erleben: an der Amalfiküste, in der Toskana bei der Mille Miglia oder bei dem Gran Premio Nuvolari, in der Emilia-Romagna bei der Terra di Motori Tour und rund um den Lago Maggiore. Vernünftige Fahrexemplare sind mittlerweile am Markt nicht unter 75.000 Euro zu finden.
  • Produktionszahlen ca. 10.000 (einschließlich “Veloce”-Version)
    Technische Daten
    Karosserie: Pininfarina
    Modellvarianten / Bauzeit: 1962-1965
    Motor: Vierzylinder in Reihe, wassergekühlt
    Einbaulage Motor: vorne, längs
     Antrieb: Heck
     Radstand: 2.250
     Länge / Breite / Höhe (mm): 3.900 / 1.580 / 1.335
    Leergewicht: 885 kg
    Reifengröße: 155-15
    Tankinhalt: 53 l
    Verbrauch: 10 l/100 km
    Motorversionen
    Typ: 101.23
    Hubraum (cm3): 1.570
     Leistung (kW / PS – bei min-1): 68 / 92/ 6.000
     Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h

Alfa Romeo Giulia GTC

  • Ermuntert durch den bahnbrechenden Erfolg der neu vorgestellten Giulia-Serie (Limousine und Sprint GT), überlegt die Führung von Alfa Romeo anfangs der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, dieselbe Technik auch für einen offenen Sportwagen zu nutzen. Ein Spider, der die legendäre Giulietta bzw. Giulia Spider ablösen sollte, war schon länger in Planung, aber Unstimmigkeiten im Design verzögerten seine Produktion. Also beschließt Alfa Romeo den Bau einer exklusiven Kleinserie. Die Mailänder Carrozzeria Touring verwandelt daraufhin das bestehende Giulia Sprint GT Coupé in ein viersitziges Cabriolet, von dem zwischen 1964 und 1966 nur rund 880 Exemplare gebaut werden. Ein Name ist schnell gefunden: der Wagen trägt die Bezeichnung „Giulia GTC“, der offizielle Verkaufsprospekt erklärt dies mit„Giulia GT Cabriolet“. Die Giulia GTC ist ein sportlicher Reisewagen für Besserverdiener, wie ein Blick in die Preisliste von 1964 belegt: 17.500 DM kostet damals der Blick in den Himmel. Als Gegenleistung dafür darf der GTC-Fahrer 106 PS aus dem 1,6-Liter-Doppelvergaser-Motor genießen und sein nur 950 kg leichtes Cabriolet bei Bedarf auf über 180 km/h beschleunigen. Die von Touring angebrachten Versteifungen der Karosserie verhelfen dabei zu einer jederzeit souveränen Straßenlage. War die Giulia GTC aufgrund der geringen Produktionszahl schon als Neuwagen selten auf den Straßen zu sehen, so sind die wenigen verbliebenen Exemplare heute begehrte Sammlerstücke welche die 100.000-Euro-Marke längst hinter sich gelassen haben. Dieses äußerst seltene Modell können Sie bei Nostalgic fahren.
  • Produktionszahlen 1.025 (inkl. 99 Rechtslenker)
    Technische Daten
    Karosserie: Touring
    Modellvarianten / Bauzeit: 1964-1966 (105.25)
    Motor: Vierzylinder in Reihe, wassergekühlt
    Einbaulage Motor: vorne, längs
     Antrieb: Heck
     Radstand: 2.350
     Länge / Breite / Höhe (mm): 4.080 / 1.580 / 1.315
    Leergewicht: 950 kg
    Reifengröße: 155-15/ 175-15
    Tankinhalt: 46 l
    Verbrauch: 10,5 l/100 km
    Motorversionen
    Typ: 105.25
    Hubraum (cm3): 1.570
     Leistung (kW / PS – bei min-1):  78/ 106/ 6.000
     Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h

Alfa Romeo 1750 Spider Veloce "Duetto"

  • Die Geburt des Alfa Romeo Duetto Spider: Der Giulietta Spider war eine der seltenen Sternstunden automobilen Designs, umso mehr Kopfzerbrechen bereitet den Verantwortlichen bei Alfa Romeo der Entwurf eines würdigen Nachfolgers. Die Technik stand dank der im Juni 1962 vorgestellten Giulia-Limousine und des Giulia Sprint Coupés (Bertone) bereit. Die Turiner Karossiers von Pininfarina hatten bereits in den Fünfziger Jahren Prototypen entworfen, welche sich an der Stromlinien-Mode jener Zeit orientierten, die Plexiglas-Hauben über den Scheinwerfern zeugen davon. Am 10. März 1966 war es dann soweit, ein renommierter Alfa-Historiker definiert den Tag, als der neue Alfa 1600 Spider am Genfer Autosalon stand, als „Ende einer Liebe und Beginn einer neuen“. In einem groß angelegten Preisausschreiben hatte Alfa Romeo Ideen des Publikums für die Modellbezeichnung gesucht, über 100.000 Vorschläge gingen ein. Der Gewinner, Guidobaldi Trionfi aus der Mille-Miglia-Stadt Brescia durfte einen nagelneuen weißen „Duetto“ entgegen nehmen. Obwohl der Vorschlag des Preisträgers nie offiziell Modellbezeichnung wurde (Alfa Romeo setzte einfach die Motorisierung vor den Begriff „Spider“) blieb der Name „Duetto“ bis heute Inbegriff dieser Karosserie mit dem abgerundeten Heck (auch „boat tail“ oder „Osso di Seppia“ [Tintenfischschale] genannt). Das Kino hilft: gleich zum Start des neuen Modells, sitzt der junge Dustin Hoffmann in „Die Reifeprüfung“ am Steuer. Der Alfa Spider wird zum Kultobjekt der amerikanischen Jugend, der 1600er Motor wird bald abgelöst von dem 1750er („Veloce“) und dem 1300 („Junior“), für den US-Markt mit Spica-Einspritzung und hierzulande mit den bekannten zwei Weber-Doppelvergasern. Den kultigen Duetto Spider geniessen Sie mit Nostalgic an den Traumkulissen Italiens: an der Amalfiküste, in der Toskana bei der Mille Miglia oder bei dem Gran Premio Nuvolari, in der Emilia-Romagna bei der Terra di Motori Tour und rund um den Lago Maggiore.
  • Produktionszahlen ca. 4.685
    Technische Daten
    Karosserie: Pininfarina
    Modellvarianten / Bauzeit: 1967 – 1969
    Motor: Vierzylinder in Reihe, wassergekühlt
    Einbaulage Motor: vorne, längs
     Antrieb: Heck
     Radstand: 2.250
     Länge / Breite / Höhe (mm): 4.250 / 1.630 / 1.290
    Leergewicht: 1040 kg
    Reifengröße: 165 HR 14
    Tankinhalt: 46 l
    Verbrauch: 11,4 l/100 km
    Motorversionen
    Typ: 105.57
    Hubraum (cm3): 1.779
     Leistung (kW / PS – bei min-1):  48/ 65/ 6.000
     Höchstgeschwindigkeit:  160 km/h
     Typ:  101.03
     Hubraum (cm3):  1.290
     Leistung (kW / PS – bei min-1): 97 / 115 / 5.000
     Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h

Alfa Romeo 2000 Spider Veloce

  • Die Entstehungsgeschichte des Alfa Romeo 2000 Spider: Schon bei der Vorstellung des „Duetto“ hatte es Stimmen gegeben, wonach der neue Alfa Spider besonders im Heckbereich unmodern wirke. Bevor Pininfarina in den Turiner Ateliers die entscheidende Änderung bewirkte, waren im Windkanal umfangreiche Studien durchgeführt worden. Das Ergebnis konnte sich, zumindest in den Verkaufszahlen, sehen lassen. Die Änderungen betrafen nicht nur das nunmehr markante Heck mit deutlich größeren Rückleuchten und der durchgehenden Edelstahl-Stoßstange, sondern auch den Frontbereich mit einem breiteren Alfa-Herz, Details wie die nun in die Türen eingelassenen Griffe sowie das beim „Duetto“ spartanische Interieur. Dem anfangs mit dem bekannten 1750er Motor vorgestellten Spider folgt bald ein 2000er, dessen Vierzylinder mit den bekannten oben liegenden Nockenwellen bis zu 131 PS leistet und dem leichtgewichtigen Spider zu Fahrleistungen verhilft, die denen anderer Sportwagen in nichts nachstehen. Kostete ein „Duetto“ bei seiner Vorstellung z.B. in England knapp so viel wie ein Jaguar E-Type, und deutlich mehr als ein Austin Healey 3000, so verkaufte Alfa Romeo in Deutschland zu Preisen ab 14.750 Mark (Schweiz: 17.500 Franken), zum Vergleich: den BMW 2002 als Baur-Cabriolet gab es für 14.250 Mark. Bis heute gilt dieses Modell als eines der erfolgreichsten Fahrzeuge aus dem Hause Alfa Romeo. Sein klassisches Design machen den 2000 Veloce zu einem der gefragtesten Klassikern unter Cabriolets der siebziger Jahre. Der durchzugsstarke, elastische Motor und der Heckantrieb sorgen für unbegrenzten Fahrspaß. Alfa Romeo Fahrspaß pur können Sie jetzt auf den Traumstraßen Italiens erleben: an der Amalfiküste, in der Toskana bei der Mille Miglia oder bei dem Gran Premio Nuvolari, in der Emilia-Romagna bei der Terra di Motori Tour und rund um den Lago Maggiore.
  • Produktionszahlen > 40.000
    Technische Daten
    Karosserie: Pininfarina
    Modellvarianten / Bauzeit: 1972-1982
    Motor: Vierzylinder in Reihe, wassergekühlt
    Einbaulage Motor: vorne, längs
     Antrieb: Heck
     Radstand: 2.250
     Länge / Breite / Höhe (mm): 4.120 / 1.630 / 1.290
    Leergewicht: 1020 kg
    Reifengröße: 165 HR 14/ 185 HR 14
    Tankinhalt: 51 l
    Verbrauch: 11,5 l/100 km
    Motorversionen
    Typ: 105.24
    Hubraum (cm3): 1.962
     Leistung (kW / PS – bei min-1): 97 / 132 / 6.000
     Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h

Unsere Alfa Romeo Reisen

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