VW Käfer


Mythos VW Käfer

Es gibt Automobile, die von Ihrer Entstehung an das Zeug zum Klassiker haben. Wegen ihres Designs, ihrer Rennerfolge, weil ihre Technik der Zeit weit voraus ist oder weil berühmte Fahrer sie im wahren Leben oder auch nur im Film mit in den Auto-Olymp nehmen. Der Großteil jener Oldtimer, die auch in die Schnittmenge der „Klassiker“ passen, gehört hierzu.

Nur ganz selten spielt die Geschichte einen Streich und schwimmt gegen den Strom. Und lässt ein Automobil während seiner Bauzeit reifen, schöner werden, Menschen gewinnen, bis es nicht mehr wegzudenken ist. Weil es Teil der Automobilgeschichte geworden ist. Oder besser noch, diese mitgeschrieben hat. Weil es den Grundstein zum Erfolg eines Unternehmens gelegt hat, das mittlerweile sehr viele verschiedene, starke Marken in sich vereint und die Mobilität der Zukunft bestimmt.

Der Volkswagen Typ 1, besser bekannt als VW Käfer, gehört zu dieser seltenen Gattung.

 

Wie viel ist schon geschrieben worden zu diesem Auto, diesem Klassiker, Bestseller. Wie müßig ist es, hier auszuholen mit dem erhobenen Zeigefinger, um zu belehren. Ehrlich gesagt, in die Wiege gelegt war dem Typ 1 eine andere Geschichte als die, die er geschrieben hat.

Die politischen Geburtshelfer aus den 1930er Jahren hatten etwas anderes im Sinn als das Wirtschaftswunder nach dem Krieg. Anders als viele andere seiner Zeit war der Volkswagen Typ 1, der VW Käfer, keine Ikone für Besserverdiener, sondern Belohnung für jene, die es zu etwas gebracht hatten. Mithin, ein Symbol für ein neues Deutschland nach der Diktatur. Ein Symbol für ein in die Zukunft blickendes Land, das sich dennoch auf frühe Tugenden wie deutsche Wertarbeit und Ingenieurskunst berief.

Der VW Käfer wird zum automobilen Verkaufsschlager

Obwohl viele andere Nationen Autos bauten, stammt das meistgebaute Automobil der Welt aus Deutschland. Ironie des Schicksals – nur von seinem eigenen Nachfolger wurde es von diesem Podest gestoßen. Der automobile Verkaufsschlager war ein Automobil, dessen Grundlinien in mehr als vier Jahrzehnten unverändert blieben, obwohl es durchaus im Laufe der langen Bauzeit von Verbesserungen profitierte. Zu einer Zeit, als „Made in Germany“ noch nicht in aller Munde war, stand der VW Käfer wie sonst kaum ein Produkt für diesen Begriff.

Ein Österreicher schreibt Geschichte

Erfolg, so sagt man gemeinhin, ist kein Zufall und hat viele Väter. Nicht ganz der VW Käfer. Mit ihm ist der Name eines der herausragendsten Automobilingenieurs verbunden: Ferdinand Porsche.

Als gebürtiger Österreicher startete er seine Karriere in Wien bei Austro Daimler, verhalf dann Mercedes-Benz in Stuttgart als Entwicklungschef zu beachtlichen Erfolgen im Rennsport.

Nur, Porsches Traum vom Wagen für das Volk zur schnelleren Massenmotorisierung nach amerikanischem Vorbild passte nicht zum Image des mittlerweile vereinten Autoherstellers Mercedes-Benz. Konsequenterweise räumte der junge Ingenieur seinen Arbeitsplatz und gründete ein Entwicklungsbüro für die Automobilbranche, heute würde man wohl „think tank“ dazu sagen.

Ein Auto für das Volk

Fern von elitärem Dünkel war der Österreicher trotz seiner unbestrittenen außerordentlichen Fähigkeiten als Ingenieur nicht unumstrittener Gast in den Vorstandsetagen der damaligen Autohersteller. Dem damaligen Regime hingegen kam der Gedanke eines „Volksautos“, entwickelt von einem ehrgeizigen Ingenieur fern von den Glaspalästen der Konzerne, durchaus gelegen.

Die Geburtsstunde des KdF-Wagens (Kraft durch Freude) war ein glücklicher Umstand für das junge Konstruktionsbüro, das weitestgehend unbehelligt von der politischen Führung sich der Entwicklung eines Autos widmen konnte, das tatsächlich, wir erwähnten es schon, nicht nur in Deutschland sondern weltweit erfolgreich wurde.

Das Grundkonzept des VW Käfers war damals schon klar: ein Zentralrohrrahmen, Einzelradaufhängung, hinten liegender Boxer-Motor. Selbst die Besatzermächte erkannten dieses Potential und ließen die Produktion in den mittlerweile in Wolfsburg umbenannten ehemaligen KdF-Fabriken wieder aufnehmen.

Der wirtschaftliche Aufschwung im Nachkriegsdeutschland legte den Grundstein für den außerordentlichen Erfolg des VW Käfers. In seiner langen Bauzeit wurde dieses Auto von mindestens drei Generationen gefahren und geliebt.

Unsere VW Käfer Modelle

In unserer Oldtimerflotte warten die folgenden VW Käfer Modelle auf Sie:

VW Käfer 1200 Cabrio

  • Mythos VW Käfer 1200 Cabrio: Bereits Ferdinand Porsche hatte von den ersten Prototypen immer auch eine offene Version des Käfers bauen lassen. Bereits 1945 gab es erste Gespräche mit der Firma Hebmüller über die Fertigung eines Käfer-Cabrios, ein Jahr später auch mit Karmann in Osnabrück. Ein katastrophaler Brand im Werk von Hebmüller führte dazu dass von dem ab 1949 produzierten Hebmüller-Cabrio nur 696 je gebaut wurden. Karmann hatte mehr Glück und durfte bis 1980 alle Modelle des Käfers mit Frischluft versorgen. Schon 1946 baute man bei Karmann eine Limousine zum Cabrio um indem man ihr das Dach abschnitt und zur Versteifung Quer- und Längsstreben verbaute. Bei der ersten Dachkonstruktion baute man die Verdeckspriegel noch nach außen, wie zum Beispiel beim Horch Cabrio, das verwarf man aber wieder. Anders als beim Hebmüller Cabrio lag das geöffnete Verdeck beim Karmann Cabrio auf der Karosserie auf, wodurch der hintere Kofferraum erhalten blieb und die Motorklappe die Form der Limousinenmotorhaube behielt.1949 bestellte VW eine Vorserie von 25 Fahrzeugen um sie, wie bei VW üblich, harten Tests zu unterziehen. Da die Karmann Cabrios, wie damals auch die Hebmüller die Tests mit Bravour bestanden, bestellte man in Wolfsburg 1.000 Cabrios. Schon drei Jahre später lief bei Karmann das zehntausendste Cabrio vom Band. Die 1200 Serie besticht ästhetisch mit viel Chrom und stylischen Details im Innenraum. Das Armaturenbrett war noch in Wagenfarbe lackiertes Blech, Plastik am Fahrzeug gab es nicht.Dieses stylische VW Käfer Cabriolet können Sie jetzt auf den Traumstraßen der Alpen erleben: auf den Spuren König Ludwigs, rund um die Zugspitze, im Berchtesgadener Land.
  • Technische Daten
    Modellvarianten / Bauzeit:1965 – 1966
    Motor:Vierzylinder-Boxer, luftgekühlt
    Einbaulage Motor:hinten, längs
     Antrieb:Heck
     Radstand:2.400
     Länge / Breite / Höhe (mm):4.070 / 1.540 / 1.500
    Motorversionen
    Typ:1200 (ab 1960)
    Hubraum (cm3):1.191
     Leistung (kW / PS – bei min-1):25 / 34 / 3.600
    Max. Drehmoment (Nm – bei min-1):82 / 2.000

VW Käfer 1303 Cabriolet

  • VW Käfer 1303 Cabrio: Wer die Geschichte des VW Käfer vor Augen hat, versteht, warum Kenner des Modells 1303 schwärmen, es sei der einzige Oldtimer, den man je als Neuwagen kaufen konnte. Der 1303 war, so schreibt der zeitgenössische Autokenner Clauspeter Becker in „Motor Klassik“, „der natürliche Bewohner vornehmer Wohngegenden und der angesagte Zweitwagen im exclusiven Villenviertel“. Die Farbpalette liegt voll im Trend der späten Siebziger Jahre mit dem Schwerpunkt auf metallic- Farben: neben dem beliebten brasilbraun gehören hierzu diamantsilber, kolibrigrün, riverblau, indianarot, platin und perl metallic. Falls die gnädige Frau oder höhere Tochter pastell bevorzugen, stehen lemongelb und marsrot, floridablau und alpinweiß zur Auswahl. Trotz eines Grundpreises von rund 13.000 DM verkauft sich die offene Käfer-Variante im Herbst ihres Lebens am besten. Laut „auto motor und sport“ 16/1977 „gilt es auch in feinen Kreisen nicht als Fauxpas, mit diesem Auto zum Theater zu fahren“.Der offene VW Käfer ist Ende der Siebziger Jahre eines der ganz wenigen Cabriolets mit vier vollwertigen Sitzplätzen. Ob das Kofferraumvolumen von knapp 400 l, aufgeteilt auf den Raum hinter den Rücksitzen und den Kofferraum vorne, tatsächlich für einen mehrwöchigen Toskana-Urlaub mit Familie reicht wie Clauspeter Becker schreibt, kommt darauf an, wie spartanisch das Urlaubsgepäck ausfällt. Das Fahrwerk immerhin ist so gut, daß Porsche dieselbe Radaufhängung später für die Modelle 924 und 944 verwenden wird, und die Zahnstangenlenkung entspricht jener des VW Golf I und ist 1974 state-of-the-art.Alles in allem machten 30 Jahre Entwicklungszeit und 300.000 gebaute Cabriolets aus dem Modell 1303 das damals ausgereifteste Cabriolet der Welt: markante Unterschiede zu seinen Vorgängern sind die gewölbte Frontscheibe, der 1,6-Liter-Motor, das neue Armaturenbrett, serienmäßige Scheibenbremsen vorne, hochwertiges Kunststoffverdeck, große Dreikammer-Rückleuchten und viele kleine Details. Am 10. Januar 1980 wird bei Karmann in Osnabrück das letzte Exemplar des VW 1303 Cabriolets mit der Fahrgestellnummer 152 044 140 gebaut und ins Museum gestellt.Mit dem kultigen VW Käfer 1303 Cabriolet können Sie jetzt das Münchner Umland erkunden und die vielen prunkvollen Schlösser, einflussreichen Klöster, kristallklaren Seen und einmalige Kulturlandschaft erleben: auf den Spuren König Ludwigs, rund um die Zugspitze, im Berchtesgadener Land.
  • Technische Daten
    Modellvarianten / Bauzeit:1970 – 1972
    Motor:Vierzylinder-Boxer, luftgekühlt
    Einbaulage Motor:hinten
     Antrieb:Heck
     Radstand:2.420
     Länge / Breite / Höhe (mm):4.080 / 1.585 / 1.500
    Motorversionen
    Typ:1303 LS
    Hubraum (cm3):1.584
     Leistung (kW / PS – bei min-1):37 / 50 / 4.000
    Max. Drehmoment (Nm – bei min-1):106 / 2.800

Unsere VW Käfer Reisen

Alle Reisetermine als Jahresübersicht (PDF)

ZUM REISEKALENDER
sehr gut
4.97 5.00
31 Bewertungen