Der Gran Premio Nuvolari – besser als die Mille Miglia?

Der Gran Premio Nuvolari – besser als die Mille Miglia?

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Der Gran Premio Nuvolari – zu deutsch: der Große Preis von Nuvolari – ist unter Oldtimer Liebhabern ein echter Geheimtipp. In den mehr als 20 Ausgaben des historischen Gran Premio Nuvolari ist es den Veranstaltern gelungen, eine Oldtimer Rallye zu organisieren, die es mit der weltweit bekannten Mille Miglia aufnehmen kann. 

 

Der Gran Premio Nuvolari weiß zu glänzen

 

Hätten Sie's gewusst?!

Sehr viele Teams der Mille Miglia fahren auch den Gran Premio Nuvolari mit. Die Wertungen aus dem Rennen zählen in die italienische Meisterschaft der Oldtimer Rallye Veranstaltungen mit rein.

Beim Gran Premio Nuvolari messen sich die besten Oldtimer Rennteams der Welt: Mehr als 300 Teams aus 16 verschiedenen Nationen bringen die großartigsten Sportwagen Klassiker nach Mantua. Nach insgesamt 70 Wertungsprüfungen entlang der 1000 Kilometer langen Rallye Strecke wird der Sieger gekürt.

 

Oldtimer Rallye mit verborgenen Vorzügen

Im Vergleich zur Mille Miglia und der Strahlkraft ihres Namens übt sich der GPN, der Gran Premio Nuvolari, in vornehmer Zurückhaltung. Klar ist: Die Mille Miglia steht immer noch sehr viel mehr im Fokus der Medien.

 

Tipp

Wer auf der Suche nach Promis ist und den Tumult von Medienaufläufen mag, ist bei der Mille Miglia richtig. Wer es allerdings etwas gemütlicher mag und trotzdem die seltenen Sportwagen im Einsatz erleben möchte, sollte den Gran Premio Nuvolari als Alternative in Erwägung ziehen.

Sie möchten den Gran Premio Nuvolari hautnah erleben?

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Seit über 20 Jahren wird der „moderne“ Gran Premio Nuvolari als Oldtimer Rallye ausgetragen. Still und heimlich hat sich diese Oldtimer Rallye seither zur schönen Schwester der Mille Miglia entwickelt.

Die herbstliche Toskana & Emilia Romagna wird alljährlich im Herbst zur Bühne für Fans des historischen Motorsports. Auch Nostalgic empfiehlt den Gran Premio Nuvolari als reizvolle Alternative zur Mille Miglia und bietet alljährlich eine Reise an, bei der Nostalgic-Gäste hautnah das Oldtimerrennen erleben. Hier finden Sie Detailinformationen zu diesem Programm.

Einen Vorgeschmack auf dieses Oldtimer-Erlebnis geben die Bilder der letzten Reisen zum Gran Premio Nuvolari mit Nostalgic. Die Reiseteilnehmer haben den GPN dabei hautnah erlebt:

 

Sind Sie im Nostalgic Oldtimer beim nächsten Gran Premio Nuvolari live dabei?

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Der Gran Premio Nuvolari: eine Hommage an Tazio Nuvolari

Tazio Nuvolari, italienische Rennfahrer-Legende mit Mythos-Charakter. Ohne ihn würde es den Gran Premio Nuvolari nicht geben. Wir erzählen Ihnen die unglaublichsten Ereignisse seiner heldenhaften Laufbahn.

 

Unglücklicher Karrierestart auf dem Motorrad

In einem 2.000-Seelen-Dorf bei Mantua, in der italienischen Poebene, erblickt Tazio Giorgio Nuvolari am 16. November 1892 das Licht der Welt. Sein Onkel, ein Motorradhändler für Bianchi Motorräder, infiziert den Neffen mit dem „Rennvirus“. Beim italienischen Militär beginnt Nuvolari als Autofahrer.

Seine Karriere als ernstzunehmender Rennfahrer startet Tazio Nuvolari hingegen auf einem Zweirad. Auf Motorrädern von Norton, Indian und Garelli nimmt er erfolgreich an Motorradrennen teil, bevor das damals führende Rennteam von Bianchi auf ihn aufmerksam wird und den schnellen Mantuaner verpflichtet.

Beim Großen Preis von Monza für Motorräder verunglückt Tazio Nuvolari und bricht sich beide Beine. Der Unerschrockene lässt sich kurzerhand beide Beine schienen, auf dem Motorrad festbinden und beim Start von zwei Mechanikern stützen. Er gewinnt das Rennen mit zwei gebrochenen Beinen.

Dieser Husarenritt lässt die Rennsportwelt aufhorchen und ist das Fundament, auf dem der Mythos Nuvolari entsteht.

 

Nuvolari wird zum tollkühnen Automobil-Rennfahrer

1927 gründet Nuvolari ein privates Automobil-Rennteam gemeinsam mit dem Motorradpiloten und späteren Widersacher Achille Varzi. Das Rennteam kauft zwei Bugatti und Nuvolari gewinnt wichtige Rennen aus dem Stand.

Achille Varzi, der aus einer vermögenden Kaufmannsfamilie stammt, erträgt es jedoch nicht, hinter Nuvolari Zweiter zu werden. Er verlässt das Rennteam und kauft sich das beste Material, das es zu der Zeit gibt: einen Alfa Romeo P2.

Damit kann er Nuvolari nur kurz ausstechen, denn das Alfa Romeo Rennteam holt Nuvolari an Bord. Varzi und Nuvolari werden zu erbitterten Rivalen und die Mille Miglia zur Bühne großartigen Motorsports.

Nuvolari fährt die Konkurrenz in Grund und Boden, verlässt Alfa Romeo aber im Streit mit dem damaligen Teamleiter Enzo Ferrari.

Nach einem kurzen Zwischenspiel bei Maserati kehrt er 1935 zu Alfa Romeo zurück.

Es ist die große Zeit der überlegenen „Silberpfeile“ von Mercedes-Benz, denen Alfa Romeo nichts anderes entgegensetzen kann, als einen ebenso tollkühnen wie todesmutigen Rennfahrer – Tazio Nuvolari, den “fliegenden Mantuaner”.

Mit großem Getöse wird der Große Preis von Deutschland am Nürburgring inszeniert.

Geplanter Höhepunkt sollte der Dreifachtriumph der „Silberpfeile“ sein. Doch Nuvolari schlägt die übermächtige Konkurrenz im Alfa Romeo und erringt einen der bedeutendsten Rennsiege für Alfa Romeo, und gleichzeitig einen der wichtigsten und größten Siege seiner Karriere.

 

Nuvolari fährt für Porsche

Anschließend verpflichtet Ferdinand Porsche Nuvolari, der in der aufstrebenden Auto Union für die Vier Ringe siegt.

Nuvolari lässt sich durch nichts und niemandem von der größten Leidenschaft seines Lebens, dem Rennfahren, abhalten. Starkes Asthma, möglicherweise eine Spätfolge davon, viele Jahre seines Lebens Abgasen ausgesetzt gewesen zu sein, zwingen den Sieger in die Knie.

Selbst der wiedergewonnene Freund Enzo Ferrari versucht, Nuvolari zu einem Rückzug aus dem Motorsport zu bewegen. Trotz seiner angegriffenen Gesundheit gewinnt der über Fünfzigjährige weiterhin Autorennen.

Nuvolaris Wunsch, in seinen geliebten Rennwagen zu sterben, erfüllt sich nicht. Am 11. August 1953 erliegt einer der größten Rennfahrer aller Zeiten den Folgen eines Schlaganfalls.

Seinen letzten Weg begleiten 50.000 Menschen. Nuvolari war bereits zu Lebzeiten zur Legende geworden.

Sein Tod veranlasst die Veranstalter der Mille Miglia, deren Routenverlauf so zu ändern, dass Nuvolaris Geburtsstadt Mantua auf der Route liegt.

Zu seinen Ehren wird dieser Teilabschnitt der Mille Miglia als „Gran Premio Nuvolari“ ausgetragen.

 

Den Gran Premio Nuvolari live erleben

Wenn Sie Lust bekommen haben, selbst einmal am Steuer eines chromblitzenden Oldtimers beim Gran Premio Nuvolari mitzufahren, sollten Sie sich unbedingt das Reiseangebot von Nostalgic ansehen: Ein garantiert unvergessliches Erlebnis für jeden Oldtimerfan.

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GPN: Die ersten Rennen von 1954 bis 1957

Die große Zeit der Alfa Romeos war 1954 schon vorbei. Enzo Ferrari war mit seinen Sportwagen der große Dominator der Rennszene.

Beim GPN wurden seine Ferraris aber zuerst von dem großartigen Alberto Ascari auf einem Lancia 1954 und dann von Mercedes-Benz 1955 geschlagen. Zweimal konnten Ferraris den Sieg erringen.

Stirling Moss konnte 1955 die favorisierten Ferraris schlagen und den Sieg erringen auf dem Mercedes-Benz SLR. Bei seiner fabelhaften Rekordfahrt schaffte er eine auf Landstraßen unvorstellbare Durchschnittsgeschwindigkeit von 198,496 km/h.

Bei der letzten Ausgabe des GPN 1957 schafften die Ferraris einen Dreifach-Triumpf.

Aufgrund der tragischen Unfälle bei der Mille Miglia wurde 1957 zeitgleich auch der Gran Premio Nuvolari verboten. Nach nur viermaliger Austragung.

 

Echte Exoten beim Gran Premio Nuvolari

Beim Gran Premio Nuvolari fahren längst verschwundene Exoten-Sportwagenhersteller mit. Auf die folgenden Prachtexemplare können Sie einen Blick erhaschen:

SIATA: Italienischer Hersteller der Tuningteile für FIAT Sportwagen herstellte und von 1946 bis 1975 unter der eigenen Marke Sportwagen baute. 1975 musste die Produktion eingestellt werden. SIATA 1400 Gran Sport ist eines der wertvollsten Modelle von SIATA und wird ca. um die 200.000€ gehandelt.

Lagonda: Die britische Marke Lagonda startet bereits 1906 mit einer eigenen Produktion und wurde zwischen Kriegen ziemlich bekannt und erfolgreich im Rennsport. Kaufmännisch lief es nicht so gut. Lagonda wurde 1947 von Aston Martin übernommen. Der Name Lagonda wurde fortan nur mehr für ausgewählte Aston Martins als Zusatz verwendet.

Amilcar: 1921 startete der französische Hersteller seine Produktion in Frankreich. Der Launch des sportlichen CGGS, der in Italien, Deutschland und Österreich unter Lizenz gebaut und vertrieben wurde, war der Höhepunkt von Amilcar und zeitgleich der Start der Rennsportaktivitäten. Amilcar schaffte es trotz mehrmaligen Eigentümerwechsels nicht mehr als ein Modell auf den Markt zu bringen. Damit blieb man in einer wenig lukrativen Nische und schaffte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs keinen Neustart.

John Tojero: Wenig mehr als 30 Tojeros wurden gebaut, konnten sich bei Rennen kaum in Szene setzen und sind trotzdem Mythos. In den 50er Jahren wollte John Tojero nur für den persönlichen Bedarf einen eigenen Sportwagen bauen. Plötzlich tauchten Bekannte und Insider auf, die auch einen Sportwagen von Tojero haben wollten. Der in Protugal geborene Tojero wurde ein bekanntes Gesicht in der englischen Rennszene, sein größter Verdienst war aber die Entwicklung des Vorläufers der AC Cobra, der AC Ace.

 

Nostalgic – Oldtimerliebe und Reiselust

Wenn Sie nun Lust bekommen haben, selbst einmal am Steuer eines chromblitzenden Oldtimers zu sitzen, sollten Sie unbedingt einen Blick in den Nostalgic Reisekatalog werfen: Reiseziele wie Italien, die Provence oder ein Kurz-Trip in die bayerischen Alpen versprechen ein Erlebnis für all Ihre Sinne.

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