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Vor mir liegen die schönsten Käfer-Stündchen meines Lebens

Es ist ein Pauschalreise ins Jahr 1963. Im Automobil des Wirtschaftswunders geht es durch das Voralpenland. Mit den Haaren im Wind, dem Käfer im Herzen und der Erkenntnis: Luftgekühlt ist viel schöner als von der Sonne verbrannt.

Katharina Windmaisser berichtet für die Bild am Sonntag über eine Tour im VW Käfer durch Oberbayern:

Alles bebt, als wir in Fahrt kommen. Thomas mein Begleiter, legt noch einen Gang zu. Es ist unser erstes Mal, und es ist sehr romantisch. Vor mir liegen die schönsten Käfer-Stündchen meines Lebens. Reisen hat nicht immer etwas mit Geografie zu tun. Manchmal ist Reisen auch Geschichte. So wie diese Fahrt im Käfer 1200 Cabriolet. Es ist ein Ausflug in die Vergangenheit, in die Zeit, des Wirtschaftswunders, des Hula-Hoop-Reifens und der ersten Adria-Urlaube. Zum ersten Mal im Leben sitze ich in einem VW Käfer, der wohl bezauberndsten Zeitmaschine der Welt. Mit 105 Sachen knattern wir die A 8 entlang von München Richtung Süden. Eine Fahrt ins Blaue, die heute Kurz-Trip heißt. Ein bisschen rumcruisen und abhängen.
Mein Baujahr ist 1983, das des mohnrot lackierten VW Käfers 1963. Es ist ein Auto, wie es meine Eltern fuhren. Mein Vater hatte einen Volkswagen in Himmelblau. Meiner Mutter gefiel die Farbe nicht, also lackierte ihn Papa rot. Ihre ersten Fahrstunden machten, die beiden in einem Käfer heimlich im Wald. Dort fühlte sich der Volkswagen genauso wohl wie vor der Oper. Damals war er klassenlos, der kugelrunde Käfer. Und heute rufen alle „Große Klasse!“, wenn sie einen sehen. Auf den original Weißwand-Reifen rollen wir gen Voralpenland. Bei den kurzen Ausflügen auf die linke Spur drängelt niemand. Keine Lichthupe, stattdessen verbrüderndes Winken eines New-Beetle- Fahrers. Wir winken zurück und denken: Keine Kopie ist so schön wie das Original 21 Millionen verkaufte Exemplare können nicht lügen.
Nach einer kurzen Pause an der Wallfahrtskirche am Irschenberg mit traumhaftem Blick auf das Mangfallgebirge stopfe ich meinen Petticoat wieder zwischen Hintern und Kunstledersitze und schaffe es endlich, die Tür zu schließen. Bauchgurte mittig einklicken und weiter geht‘s. Thomas, mein Fahrer, dreht den Zündschlüssel um. Es zirpt, es röhrt es rattert – die Begleitmusik einer Generation in Aufbruchstimmung. Ich drehe an den elfenbeinfarbenen Knöpfen des Original-Monoradios und mein Wunschdenken, dass mir Peter Kraus oder Chuck Berry entgegentönen, wird von einem Rauschen enttäuscht. Macht nichts, der Käfer bietet genug Gesprächsstoff. Thomas ist „Generation Golf“, ich bin „Generation Praktikum“. Und beide sind wir der Meinung, dass kein Golf und kein Praktikum so viel Emotionen wecken kann wie er, der Käfer.
Am Tegernsee zeigt der Kilometerstand 20 072. Unser Volkswagen mit der Fahrgestellnummer 5851586 gehörte einem Bankdirektor aus South Carolina» der das Cabriolet nur in seinem Ferienhaus in Florida nutzte. Am 21. Oktober 1963 wurde es im Auftrag der Volkswagenwerke bei der Firma Karmann in Osnabrück gebaut, ging eine Woche später auf Seereise nach New Orleans. Bis Oldtimer-Liebhaber Walter Laimer den roten Flitzer zurück nach Deutschland holte. Seine Firma „Nostalgic“ bietet neben Alfa-Romeo-Touren in Italien ab sofort auch Käfer-Reisen an. Am Tegernsee, wo die Schickeria aus München gern ihr „Weekend“ verbringt und ihre dicken Schlitten an der Uferpromenade präsentiert, erntet unser Schnauferl eine Sympathiebekundung nach der anderen. Die Leute winken, fotografieren und erzählen uns ungefragt ihr persönliches Käfer-Erlebnis. „Grandios, ich hatte damals auch so einen und im Übrigen auch ein Mädchen wie Sie, im gepunkteten Petticoat. Im Käfer, ich sag’s Ihnen, also da ging es damals rund...“ brabbelt ein Herr aus Hessen.
Der luftgekühlte Vierzylinder-Boxer trägt uns weiter durchs Voralpenland. Spitzingsee, Walchensee. Starnbergersee. Wir beschleunigen und sind doch entschleunigt. Sehnsucht verspüre ich, als die Fahrt ins Blaue zu Ende ist. Ich habe das Gefühl, gleich etwas zu vermissen, das ich vor dieser Fahrt nicht gekannt habe. Eine Zeit, in der Beständigkeit und Treue Werte waren, die sich nicht nur in der Automobilindustrie niedergeschlagen haben. Wie gern habe ich für dieses Gastspiel in einem rollenden Stück deutscher Geschichte meine Wirbelsäule malträtiert. Auch ohne Nackenstütze bin ich herrlich gechillt, pardon, entspannt
Text: Katharina Windmaisser
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