Autor: Gert

  • Freiluft-Ferienfahrt – Warmer Fahrtwind auf der Haut, dazu der Duft von Pinien und Lavendel…

    Freiluft-Ferienfahrt – Warmer Fahrtwind auf der Haut, dazu der Duft von Pinien und Lavendel…

    So fühlen sich Touren in historischen Autos durch südliche Gefilde an. Fahrspaß gibt’s gratis obendrauf.

    Vor dem Start gibt es ein paar leichte Irritationen: Das Zündschloss findet sich nicht, wie gewohnt, rechts an der Lenksäule, sondern links im Armaturenbrett (wie heute nur noch bei Porsche-Modellen). Der Handbremshebel sitzt nicht mittig auf dem Kardantunnel, sondern ragt als hakeliger Stockgriff aus den Tiefen der Pedalerie – um irgendwo zwischen den Knien des Fahrers zu enden. Und den Sicherheitsgurt, den gibt es gleich gar nicht. Die offenen Alfa Romeo, die an diesem Morgen auf dem Parkplatz in den Bergen des Chianti auf ihre Fahrer warten, bieten Freiheit, nicht Sicherheit. In den 60ern, als etwa die kleine Giulia Spider gebaut wurde, gehörten Gurte noch längst nicht zu den Standards. Aber daran denkt der Fahrer erst einmal nicht. Er ist viel zu aufgeregt, erwartet er doch seine erste Ausfahrt in einem Autoklassiker, für den Großmeister Pininfarina die Karosserie entworfen und gebaut hat. Und der in Italien folglich gern mit dem lauten Ruf „Che bella macchina!“ begrüßt wird.

    Die Münchener Firma Nostalgic vermietet elf dieser epochalen Sportwagen. Und wem die Giulia zu verspielt ist, für den hält der Reiseveranstalter zwei seriösere, aber nicht weniger atemraubende Alfa bereit, Modell 2600 Spider. In der Toskana, auf Sizilien und am Lago Maggiore können die Teilnehmer ausgeklügelte Tagestouren in den generalüberholten, technisch wie optisch perfekten Oldtimern unternehmen, bevor sie an ausgesuchten Restaurants und bequemen Hotels halten.

    Die Geschäftsgrundlage bildeten ursprünglich so genannte Incentive-Reisen: Unternehmen laden die Führungskräfte ihrer besten Kunden ein oder wollen verdienten Mitarbeitern etwas Gutes tun. Wegen der großen Nachfrage wurde das Businessmodell schnell auf Individualreisende ausgedehnt.

    DIE MINUTIÖSE VORBEREITUNG der Route ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Oldtimer-Reise. Bei Nostalgic bekommt zum Beispiel jeder Fahrer ein „Roadbook“, in dem die Tour detailliert dargestellt wird. Jede Kreuzung, jede Abzweigung ist vermerkt, jeder Panoramablick, jede schöne Stelle zum Anhalten, Verweilen, Fotografieren. Die Touren führen über fahrerisch wie landschaftlich besonders attraktive Landstraßen – Strecken, die auch in der Hochsaison kaum befahren sind. Bis zu einer Woche braucht ein Rechercheteam, um die richtigen Routen für nur einen Tag einer Nostalgic-Rundfahrt zu finden und exakt zu beschreiben. Die Mühe lohnt: Die Gäste sind begeistert, weil sie nur selten Lkw oder Bussen hinterher zockeln müssen. Städte werden umfahren, wo immer möglich (siehe Karte oben) – Genuss und Fahrspaß sind gleichermaßen programmiert.

    Der zweite Erfolgsfaktor ist die Zuverlässigkeit der Autos. Die Nostalgic-Flotte wird zum Beispiel nach jeder Reise gleich vor Ort, in der Toskana, von einem erfahrenen Alfista gewartet, der das Unternehmen auch beim Ankauf und der Restaurierung der Sammlerstücke berät. „Noch nie ist ein Gast mit einem unserer Autos liegen geblieben“, sagt Geschäftsführer Gert Pichler. Sollte das doch einmal passieren, dann muss der Fahrer nicht mühsam einen Mechaniker anrufen und am Straßenrand warten. Das Nostalgic-Team fährt die empfohlene Strecke des jeweiligen Tages in diskretem Abstand mit einem Kleinbus ab; auf dem Anhänger steht ein Ersatzcabrio. Im Fall einer Panne wird also das Auto ausgetauscht; der Kunde kann gleich weiterfahren.

    SO WIRD EINE OLDTIMER-TOUR zum Schieren Vergnügen. Die alten Wagen lassen sich erstaunlich flink bewegen. Ein MG A oder B wiegt zum Beispiel unter einer Tonne, die schnellste Giulia hat 112 PS – bei gleichem Gewicht. Damit ist sie in Relation deutlich besser motorisiert als etwa ein Mazda MX5 oder vergleichbare moderne Roadster. Das Zwischengasgeben – bei vielen der älteren Getriebe ist die Synchronisation schon abgenutzt – will geübt sein. Ungewohnt ist auch der Kraftaufwand beim Lenken. Selbst fanatische Oldtimer-Piloten sind daher froh, wenn sie nach ein- bis zweistündiger Fahrt eine Pause machen dürfen. Die Reise soll schließlich Erholung sein, kein Leistungsbeweis. Aus diesen Gründen umfasst die längste Tagestour bei Nostalgic nur 160 Kilometer, an manchen Tagen werden nur 60 gefahren. „Wir wollen den Gästen Zeit und Muße bieten, auch die Schönheiten am Wegesrand auszukosten“, sagt Geschäftsführer Walter Laimer. „Sie sollen ein Kloster oder ein Museum besichtigen können, vor einer Espressobar anhalten, auf einer Blumenwiese die Picknickdecke ausrollen und ausspannen.“

    Die Autos sind meist mit Paaren besetzt. Im Konvoi fahren nur jene Reisenden, die das gerade mal wollen. Sonst trödelt oder promeniert oder wieselt jeder nach eigenem Gusto über die Landsträßchen. Bei den All-inclusive-Touren trifft sich das Oldtimer-Rudel für einen leichten Lunch in Landgasthöfen, wo Tische auf schattigen Terrassen reserviert sind. Bei den Halbpensionsanbietern sieht man sich erst wieder abends zum Dinner in noblerer Atmosphäre. Wer Sinn hat für diese Kombination von sommerlichen Frischluftaktivitäten, der wird auch Gefallen finden an einer ganz anderen Form von Oldtimer-Reisen: Im österreichischen Stainz bieten Traktorenthusiasten Rundfahrten auf historischen Zugmaschinen.

    Die Touren gehen durchs so genannte Schilcherland in der westlichen Steiermark. Die sorgsam restaurierten Lanz, Fendt oder Porsche bullern mächtig (eine Kostprobe gibt’s schon bei der Ankunft auf der Website, siehe Kasten) – und tuckern so geruhsam, dass unterwegs selbst den Laienfahrern noch eine kleine Kostprobe des rosafarbenen Schilcher-Weins gestattet ist. Die Strecke der Halb- und Ganztagestour führt jedenfalls an genügend Weingütern und Buschenschänken vorbei.
    Ein Tipp: Nur Unkundige nennen den Schilcher einen Rosé. Und nur Banausen finden ihn sauer.

    Text: Michael O.R. Kröher • Foto: Nostalgic 09/2005
  • "Nostalgie auf Rädern"

    "Nostalgie auf Rädern"

    Italien einmal ganz anders erfahren: Fernab der bekannten Touristenpfade am Steuer exklusiver Cabriolets

    Da fahren sie wieder davon. „I veri alfisti della Germania“, ruft der alte Mann vergnügt seinen deutschen Alfa-Romeo-Freunden nach. Die biegen, freundlich hupend, in ihren 50er-Jahre-Cabriolets vom Dorfplatz in Ville di Corsano. Für die Fahrer der italienischen Oldtimer mit Bonner Kennzeichen ist die Espressopause in der Toskana zu Ende.

    Oldtimer. Gut 15 Kilometer entfernt, im Park des Landguts „La Borgo da Bagnaia“, sitzen Gert Pichler und Walter Laimer. Die 34-Jährigen sind Gründer und Geschäftsführer von Nostalgic, dem führenden Anbieter begleiteter Oldtimer-Reisen – und verantwortlich für die deutsch-ilalienische Espressofreundschaft. „Wir wollen die Faszination Oldtimer für alle erfahrbar machen“, erklärt Pichler das Konzept des Münchner Unternehmens. Seit drei Jahren stellt Nostalgic seinen Kunden edle Alfa- Cabriolets in Italien zur Verfügung – zum Selbstfahren. Die bei Oldtimertouren oft aufwändige Anreise im eigenen Wagen entfällt. Hotellerie und Gastronomie erfüllen im Komplettangebot höchste Ansprüche, ein mehrsprachiges Serviceteam agiert kompetent und diskret im Hintergrund. Neben Nostalgic offerieren jetzt erstmals zwei neue Anbieter Cabrio-Reisen in Bella Italia (siehe S. 158: „Fahrspaß unter freiem Himmel“). Am Anfang steht die freie Auswahl: 13 Cabriolets mit dem prägnanten Scudo, dem schildförmigen Kühlergrill, erwarten die Nostalgic-Fahrer. Gesamtwert der Alfa-Flotte: rund 400000 Euro. Unvorbereitet geht niemand mit den Traumwagen auf die Piste. Der Umgang mit der Originaltechnik, mit Zwischengas und historischen Bremsen will erklärt sein. Doch dank der persönlichen Anleitung verfliegen anfängliche Berührungsängste und das Déjà-vu der ersten Fahrstunde im Nu.

    Gestartet wird gemeinsam, gefahren individuell, ein eigens erstelltes Roadbook weist den Weg. Schnell gewöhnen sich die Fahrgäste an die vermeintlich untypisch-Italienische Fahrweise – beschaulich ist nicht nur die Landschaft. Was auf den ruhigen Landstraßen zählt, ist weniger der Rausch der Geschwindigkeit als der Genuss mit allen Sinnen. „Driven by style“ lautet die Devise. Sollte es bei all der Auto-Euphorie Probleme mit Weg oder Wagen geben, ist das Serviceteam samt Begleitfahrzeug abrufbereit in der Nähe. Gemeinsame Besichtigungen, Picknick im Grünen und Wein Verkostung bieten reichlich Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch über Land, Leute und automobile Laufkultur. Exquisite Unterkünfte und ausgewählte Gastronomie runden das Fahrvergnügen ab. Die Vier-Tage-Tour wird nach individuellen Wünschen erstellt – und so zum einmaligen Erlebnis. Gut 2000 Euro kostet solch eine Genussreise für Nostalgiker.

    Emotionen. Ob Giulietta Spider, Giulia Spider oder 2600 Spieler: Der Mythos Alfa fasziniert. Wohl niemand verkörpert das klassische „La Dolce Vita“ besser als die Modelle der 50er und 60er Jahre. Für sie schwärmten schon Regisseur Federico Fellini und Filmdiva Sophia Loren. Bis heute sind diese Cabrios die Königinnen der Straße. Das bestätigen die freudigen Reaktionen der Einheimischen -ganz gleich, ob Südtirol, Lago Maggiore, Toskana oder Sizilien auf dem Reiseplan steht. „Mit diesen Autos werden Sie zum Liebling der Italiener“, weiß Laimer.

    In nur drei Jahren hat sich die Geschäftsidee von Nostalgic zum Erfolgsmodell entwickelt. Nicht zuletzt, weil zunehmend auch kommerzielle Kunden den Charme von Italien, Oldtimern und dem Gemeinschaftserlebnis entdecken. Unternehmen wie die Bankhäuser UBS und Morgan Stanley oder die Lufthansa-Töchter Airplus absolvierten erfolgreich komfortable Incentivereisen. Auch Gerhard Mayrhofer, Vorstand beim Mobilfunkanbieter O2, hat mit Giulia & Co. die Schönheit der Weinberge und Zypressenalleen erfahren. Sein Urteil: „Im offenen Alfa-Romeo-Klassiker durch die Toskana zu fahren» und den Duft der Landschaft aufzunehmen, ist ein wahrhaft sinnliches Erlebnis.“

    Text: Ulrich Nitsche

    Foto: Nostalgic

    12. Mai 2005

  • "Romanze mit Giulia"

    "Romanze mit Giulia"

    Mamma mia! Die Signorina in Rot versprüht Erotik. Super Figur. Und erst die Stimme der Kleinen – animativ heiser. Die Art, sich zu bewegen. Ihr Geruch: markant mit einer Nuance Öl. Das Objekt der Begierde: Alfa Romeo Giulia Spider. In den 60ern bekannt und geliebt als „Signorina“.

    Welch ein Kontrast zu den prall konturierten jungen Konkurrentinnen auf den Catwalks internationaler Automobil-Ausstellungen. Diese Girlies locken mit den gängigen Idealmaßen und lassen, wenn sie auf Touren kommen, nur ein ödes Schnurren vernehmen. Neue Cabrios sind schnell, ökologisch korrekt abgasgefiltert und schallgedämpft. Natürlich können Sie damit durch die Toskana fahren und dabei Spaß haben. Mit einer Hand am Lenkrad durch Kurven jagen, während die Frisur der Partnerin dank Windschott bei Tempo 130 auf der Autobahn Contenance bewahrt. Aber den Autos fehlt das Mediterran-Heißblütige, das Raffiniert-Komplizierte und Südländisch-Prätentiöse.
    Italianità erfährt man nur mit Signorina Giulia, Geburtsjahr 1963. Die jüngere Schwester der legendären Alfa Romeo Giulietta Spider steht für vieles, was wir Menschen nördlich der Alpen an Italien so lieben. Für Charakter und Temperament, das auch mal lautstark wird. Für Bella Figura und den Reiz des Imperfekten. Für anarchisches lautes Ungestüm, aber auch für Sonne und Wonne, schnörkellose Lebensfreude. Zehn solcher Prachtstücke bilden den Fuhrpark des Oldtimerreisen-Veranstalters Nostalgic. Dieser wendet sich an all jene, die zwar ein Faible für nostalgische Fahrterlebnisse, aber keinen eigenen Oldtimer in der Garage haben.

    Das erste Rendezvous mit Giulia. Trotz der Einführung durch Walter Laimer und Gert Pichler, die Firmengründer, habe ich feuchte Hände, Unsicherheit, leichtes Herzklopfen. Komme ich klar mit der Kleinen? Hoffentlich mache ich nichts falsch! Den anderen dürfte es ähnlich gehen. Man weiß ja, dass die Beschaffung von Ersatzteilen für solch bejahrte Fahrzeuge eine Sisyphusarbeit ist. Das schüchtert ein wenig ein …

    Also, Zündschlüssel umgedreht und los geht’s! Der Wagen kitzelt die Nerven mit fulminantem Brüllen und macht automatik- und servoverwöhnten Zeitgenossen in engen Kurven und an Steigungen jede Menge Arbeit. Das Getriebe verlangt beim Runterschalten ein flinkes Fußspiel. Kupplung treten, Gang in den Leerlauf, Kupplungspedal loslassen und Vollgas geben, Kupplung treten und Gang einlegen. Diese anfangs diffizile koordinative Herausforderung nennt sich Zwischengas und ist bitter nötig, sonst meldet sich das nicht synchronisierte Getriebe mit schmerzendem Knirschen und Krachen. Das Dreispeichenlenkrad ist viel größer als das moderner Wagen, außerdem dünner und wird noch für Kraftanstrengungen gebraucht. Weil man damit das Gefährt unter Bizepseinsatz über kurvige Landstraßen und enge Serpentinen der Toskana kurbeln muss. Im Zusammenspiel mit einer eigenwilligen Sitzposition und schwergängigen Pedalen macht der Begriff Sportwagen bei den Alfa-Oldies aus Sicht der Generation Golf wirklich Sinn …

    Das satt knatternde Röhren, das der durch enge Rohre gepresste heiße Atem von Giulia über sanfte Hänge und durch enge Dorfstraßen jagt, ist Musik in den Ohren. Genuss versprechend wie das Floppen beim Entkorken einer Flasche Brunello di Montalcino. Oder gemütbesänftigend wie das kaffeeselige Stimmenrauschen auf einer Piazza. Dieser Sound brachte in den 50ern und 60ern das Blut betuchter Gigolos – der Flitzer kostete 1963 mit 13.950 Mark immerhin nur einen Tausender weniger als der günstigste Porsche – mehr in Wallung als die spitzkegeligen Busen von Sophia Loren oder die blonde Anita Ekberg. Und mit Sicherheit war Giulia, für deren flotte Formen ein gewisser Gian Bartista Farina verantwortlich zeichnete, mit schuld daran, dass die eine oder andere Nordeuropäerin, die zu Hause üblicherweise nur von Trevira-Hemden tragenden Opel-Kapitän-Hahern umgarnt wurde, bei manchem Signore schneller weich wurde als Parmesan auf heißer Pasta.

    Die Karosseriekreation von „Pinin“ Farina wurde der Öffentlichkeit 1955 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Damals trug das Kind einen 1,3-Liter-Motor und hörte auf den Namen Giulietta. Die Italiener mussten 18 Monate auf die Auslieferung warten, da zunächst die hohe Nachfrage in den USA befriedigt werden wollte. In sieben Jahren wurden weltweit mehr als 17.000 Giuliettas verkauft. Dann kam Giulia, die mit Fünfganggetriebe und größerem Motor die Kritiker begeisterte. Zitat aus dem Zentralorgan für freie Fahrt „Auto, Motor und Sport“ von 1963: „Man kann die Maschine bis 8.000 U/min ausdrehen und ebenso gut mit 50 km/h im fünften Gang dahinrollen. Selten findet man so viel Elastizität und Drehfreudigkeit in einem Motor vereint.“ Der Autor notiert, dass Giulia den Porsche „in der Leistung übertrifft“ und „man die Motorleistung in jeder Situation optimal ausnutzen kann. Dass dazu viel Schaltarbeit erforderlich ist, versteht sich von selbst: In der Stadt und auf winkligen Landstraßen liegt die rechte Hand ständig am Quirl“.
    Nun, das mit den winkligen Landstraßen hat bei uns nicht geklappt …
    Aber Laimer und Pichler, passionierte Alfistas, lotsen uns per Roadbook über die landschaftlich schönsten und fahrerisch spannendsten Strecken der Toskana.
    So kurven wir am zweiten Tag „oben ohne“ über die Landstraßen zwischen Siena, Pienza, San Quirico d’Orcia und abschließend auf einer Panoramaroute durch die Crete Senesi, die mit ihrem kargen, sonnentrockenen Graubraun von eigenartiger spröder Schönheit sind. Die Routenführung für unsere Familie aus kurvenfreudigen Giulias und Giuliettas sowie zwei Touring Spider 2600 vermittelt neben dem Landschafts- und Fahrvergnügen auch einige kulturelle Höhepunkte und kulinarische Freuden. Ein Abstecher führt uns durch das Toskana-Klischee. Linker Hand, auf einem Hügel hinter hohen Mauern, das Städtchen Monticchiello, garniert von einem windschiefen Turm.
    Rechts davon schlängelt sich eine Straße in vielen Kurven einen sanften Hang hinauf, formvollendet gesäumt von schlanken Zypressen. So schön und perfekt, dass sich niemand wundert, als ein Filmteam auftaucht.

    Man dreht den Werbespot für ein neues Cabrio von DaimlerChrysler und bedeutet uns, das Feld zu räumen: „Mir händ die Straß’ g’mietet, die g’hört uns!“ Macht nichts! Rein in unsere Giulia, die am 17. Juli 1962 zugelassen wurde, hinter das schöne Holzlenkrad geklemmt und rauf nach Monticchiello. Ein ruhiges Örtchen in spätsommerlicher Gelassenheit, dessen beide Plätze Piazza San Martino und Piazza della Vittoria nur vom Klickern und Glucksen der Stare widerhallen. Nicht ganz so ruhig geht es in Quirico d’Orcia zu. Dafür ermöglicht es unserem Alfa einen glanzvollen Auftritt: Die Via Dante Alighieri führt in einem weiten Bogen zur alten Wehrmauer aus dem 12. Jahrhundert. An der Piazza della Liberia findet sich der Besucher in einem ideal typischen Dolce-Vita-Szenario. Hier die Horti Leonini, eine klassische italienische Parkanlage aus dem 16. Jahrhundert. Dort die „Bar Centrale“ für einen schnellen Caffe. Um die Ecke, in der Via Dante Alighieri, lockt die „Osteria Vineria II Tinaio“ mit Exquisitem wie Cinghiale alla Cacciatore (Wildschwein geschmort), Coniglio all’etrusca (Kaninchen) oder Pici-Nudeln. Das alles zu durchaus moderaten Preisen übrigens.

    Wer eine Mokkakanne, eine Mausefalle oder eine Pastakelle benötigt, sollte noch einen Blick in den bis unter die Decke voll gestopften Haushaltswarenladen Tutto per la Casa werfen.
    So schnuckelig und überschaubar die zweisitzige Giulia ist, so frech und groß-mäulig tönt sie durch die engen Gassen lies Toskana-Städtchens. Beim nötigen Zwischengas und bei 1.500 bis 1.800 U/min ist der Klang am schönsten und lässt manchen grauhaarigen Signore den Kopf herumreißen. „Diesen Klang kenn’ ich doch“ steht ins Gesicht geschrieben, über das ein verklärtes Grinsen huscht. Im Garten des Klosters Santa Anna in Campena hat das Team von Nostalgic ein Picknick für die Teilzeit-Alfistas zubereitet. Die Räume hinter den wuchtigen Ziegelfassaden des Klosters haben es zu einiger Berühmtheit gebracht. Nicht nur wegen der 500 Jahre alten Fresken im Refektorium, dessen Akustik durch ein vielfach gebrochenes Echo ausreichend Grund für das mönchische Schweigegebot ist. Toskanisches Scherenschnittspektakel. Anfangs pausbäckig mit langen Hügelreihen und properen Weinbergen, die im weichen Licht des Spätnachmittags changieren. Später dann pockennarbig mit einsamen Zypressen, die aus dem lehmig-grauen und zu Riesenschollen aufgeworfenen Boden der Crete Senesi emporragen wie Akupunkturnadeln aus der Haut eines Elefanten.

    Am Horizont reckt sich der Campanile von Siena in den Himmel. Eine schlanke Rauchfahne züngelt am Himmel und der Dorf-Capo von Asciano am Rotwein. Der jagt uns zwei Gläser später mit schwerer Zunge und der geballten Autorität seines Amtes mit Verve aus dem Parkverbot neben der Bar. Auf der Rückfahrt verlieren wir die Orientierung und kurven so abends durch die Monti del Chianti und jene Orte, die uns später auf der Weinkarte des Restaurants „La Leggenda dei Frati“ wieder begegnen sollten. Das Restaurant in einem 1.000 Jahre alten Kloster serviert eine sehr kreativ interpretierte toskanische Küche. Tunfisch im Speckmantel, Leberterrine mit süßen Feigen, Tagliatelle mit marinierten Kaninchenfilets haben mich begeistert. Ratlos bleiben die Geschmacksknospen beim etwas beliebig geratenen Zweierlei vom Val-D’Arno-Hühnchen. Die Aromen fallen sowohl bei der Brust mit schwarzen Oliven wie bei der mit Kapern und Sardellen verfeinerten Keule recht schmalbrüstig aus. Ganz im Gegensatz zum Jogurtmousse auf Erdbeeressenz mit Balsamico-Reduktion! Ein sympathischer Begleiter mit feiner Frucht und dezenten Tanninen ist der 2000er Chianti Classico des Weinguts Ormanni in Poggibonsi, der mit 17 Euro in der unteren Preisliga der umfangreichen Weinkarte spielt. Am folgenden Morgen ist Fahrzeugtausch angesagt. Wir bekommen eine elegante Giulia in der fast schon sündigen Kombination Schwarz und Rot. Und fast mein Baujahr: 1965. Die Enddreißigerin lässt zwischen Lenkrad, Schenkeln und dem langen Schalthebel etwas mehr Platz als ihre rote Schwester.

    Sehr früh rollen wir in Siena ein. Noch ist wenig los auf der Piazza del Campo. Ruhe herrscht auch noch im Dom. Dessen einzigartiger Marmorboden mit 56 Bildfeldern ist nur im September und Oktober vom Schutzboden befreit und frei zu bestaunen. Vor dem Dom recken Guides Schirme und Schilder in die Höhe, um ihre Herden beieinander zu halten. Doch keine 200 Meter vom Geschiebe und Gedränge rund um Campo und Dom spielt das normale italienische Stadtleben – genial banal. Alte Männer, schick in Schale und von schweren After-Shave-Wolken umgeben, stehen vor der „Bar Indipenza“ herum. Samstagmorgen-Tratsch unter quietschbuntem Neonschriftzug. Man scherzt zu einem Bicchiere Rotwein oder einem Campari und lädt das Reporterteam kurzerhand zu einem Caffè ein.

    Nach zwei Stunden Siena juckt der Gasfuß. Den Wind um die Nase wehen lassen. Ab durch die Colli del Chianto. Im Arbia-Tal hängen dicke, schwere Trauben an den fassonfrisierten Stöcken. Die Winzer von Lecchi sind bei der Lese. Über den Bruchsteinhäusern des Orts hängt das Rattern von Traktoren, wüstes Tschilpen von Spatzen und für kurze Zeit unser röhrendes Blubbern, das auch den Wirt des „Ristorante Malborghetto“ vor die Tür treibt. In der Küche trällert der Koch mit Goaty-Bärtchen ein „O sole ‚mio“ (ist wirklich wahr!), während sich über uns dunkle Wolken zusammenbauschen. „Das gibt endlich Regen“, prophezeit der Wirt. Woher er das wisse, fragen wir, wohl wissend, dass der Aufbau des Verdecks Geduld und Übung verlangt. „Na, das Kaffeepulver in der Maschine ist vor Regen klumpiger!“ Dann also schnell her mit den gemischten Vorspeisen, einem offenen Weißen in einer kleinen Karaffe, einer Portion Pici Strascicati und den köstlichen Ricotta-Ravioli mit einer Soße aus geschmolzenem Pecorino und Birnen. Auf die Secondi Piatti verzichten wir. Ein kluger Entschluss, denn die aufgetischten Portionen sind kaum zu bewältigen.

    Nachmittags ein zweiter Abstecher in die Crete Senesi. Über fast unwirklich nackten grauen Hängen, deren reduzierte Kargheit allein durch zypressengesäumte Zufahrten zu Weingütern unterbrochen wird, hängt ein tiefdunkler Himmel. Immer wieder zwängt sich die Sonne durch und sorgt mit Scheinwerfereffekten für dramatische Akzente, die mehr berühren als die perfekten lieblichen Toskana-Szenerien vom Vortag. Ziellos und unbeschwert – längst ist das mit dem Zwischengas in Fleisch und Blut übergegangen – flitzen wir durch die Kurven. Dolce Vita ohne Velocità.

    Der letzte Tag beginnt mit einem Blackout. Halb Italien ist ohne Strom. Eine Katastrophe: kein Caffè mit Crema aus der Gaggia. Keine Formel Eins, wo doch Gastarbeiter Schuhmacher in India-napolis Ferrari wiederholt zu Ruhm und Ehre verhelfen soll. Der Tank unseres silbernen 2600er Spider Baujahr 1963 ist voll, so steht trotz stillgelegter Tankstellen der letzten Etappe nichts im Weg. Muskelarbeit ist gefragt, um den langen Cruiser mit einem Leergewicht von fast 1,3 Tonnen souverän durch die kurvige Straße von Castellina nach Poggibonsi zu lenken und in eine von San Gimignanos engen Parklücken zu bugsieren. Heiliger Sankt Servo, hilf mir! Unterdessen fließt wieder etwas Strom durch Italiens Leitungen – und der Stadtrundgang durch San Gimignano kann doch mit einem Cappuccino beginnen. Dass hier noch 13 Türme (von einst über 70) stehen, verdankt der Ort der Tatsache, dass im 15. Jahrhundert Tributzahlungen an Florenz den Stadtsäckel geleert hatten. Da blieb kein Geld für eine Modernisierung, wie sie alle anderen Toskana-Städte vornahmen, aus denen ebenfalls Dutzende hoher Wehrtürme sprossen. Nach der Verbreitung des Schießpulvers boten die exponierten Ziele im Kriegsfall keinen Schutz mehr – Abriss! So zahlt sich die mediävale Pleite San Gimignanos 500Jahre später aus: 2,5 Millionen Besucher schieben sich jedes Jahr durch die Stadt. Sie traben hinter den Reiseleitern her und staunen darüber, dass die Findelkinder von der Stadt neben Kost, Logis, Ausbildung und Mitgift auch den heutzutage verbreiteten „Familiennamen“ Innocenti bekamen. Sind baff, dass die Fassaden der Stadt zu Feiertagen hölzerne Balkone angesteckt bekamen.

    Als der Bürgermeister der Stadt das Verdikt erließ, dass kein Turm höher als der „räudige Turm“ über dem Palazzo di Podesta sein dürfe, griffen die Bürger zu einer Finesse. Man baute sich kurzerhand zwei Türme, von denen die Spitze des einen so breit war wie die Basis des zweiten. So standen zwei Teile herum, die theoretisch aufeinander gepasst und so den kommunalen Kerkerturm um das Doppelte überragt hätten. Provokation im Konjunktiv Imperfekt. Über die wahre Größe entscheiden eben nicht nackte Fakten, sondern allein Gefühle. Und so gesehen ist die Toskana immer noch ein Paradies. Und ein Alfa Romeo aus den 60ern schlicht unschlagbar.

    Text: Peter Pfänder

    Foto: Frank Heuer

    07. Juli 2004

  • "Romeo und Giulia"

    Die Giulia, zumal in ihrer aufgeknöpften Form, ist das sinnlichste Geschöpf der Alfa-Historie, zwei Tiroler spielen ihren Romeo.

    Laimer lacht, und Pichler staunt. Der eine, Laimer, Vorname Walter, weil er grundsätzlich von sonnigem Ge­müt ist, der andere, Gert Pichler, weil er es als Zahlenmensch nie für möglich gehalten hätte, dass man sich bei Geschäf­ten auf sein Gefühl verlassen kann. Man kann, und nicht nur weil an diesem Nachmittag alles passt in Radda, einem ty­pischen toskanischen Städtchen zwischen Siena und Florenz. Menschen federn über den Marktplatz, federleicht tanzt der Milch­schaum auf dem Cappuccino, und während Laimer seinen wunderlichen Werdegang vom Polizei-Werkstattschrauber über den Juristen zum Veranstalter von Nostalgic-Reisen schildert, steckt neugierig ein Alfa Spider 2600 Touring seine Schnauze ins Bild. Er spielt die Hauptrolle in dem Stück der zwei Freunde aus Südtirol, ihrem Unter­nehmen Nostalgic und einem besonderen Kapitel automobiler Lebens-Art.

    Laimer und Pichler, beide 32, beide aus Meran. Das ist ein Gespann seit gemein­samen Schulbub-Tagen im Johanneum in Dorf Tirol. Seit damals bilden sie ein Team. Beiden hatte es der Journalismus angetan, also zogen sie während des Studiums los, Pichler mit der Kamera, Laimer war der Schreiber. Die Sache lief gut. Bis zu jener Laos-Reise, Mitte der neunziger Jahre: Der Lichtmesser der Kamera war defekt, die Story geplatzt und Pichler so bedient, dass er das mit dem Fotografieren bleiben ließ. Was blieb, war die Nähe zur Medien­branche. Gert Pichler kam nach dem Be­triebswirtschaftsstudium zu einem großen deutschen Fachverlag, war dort zuletzt Produktmanager, sein Kumpel Laimer stieg nach dem Jura-Studium bei „Time Maga­zin“ im Marketingbereich ein.

    Tja und dann kam dieser Mai 2002. Wal­ter Laimer, inzwischen im Besitz eines Alfa Giulia Spider, fragte seinen Kumpel Gert, ob er nicht Lust hätte, als Beifahrer bei einer historischen Rallye in Sizilien teilzuneh­men. Das Ergebnis war unwesentlich, das Resultat eine vollends entflammte Leiden­schaft für das berauschende Gefühl, im of­fenen, vor allem historischen Alfa zu reisen. „Wir dachten, dass es irgendwie möglich sein muss, die Einmaligkeit dieses Erlebnis­ses in eine Geschäftsidee zu gießen“, bringt es Walter Laimer auf den Punkt. „Klar war für uns, dass wir keine Reisen von der Stange anbieten wollten“, ergänzt Pichler. Erlebnisreisen nach Roadbook, ein­gebettet in kulinarisch-kulturelle Vergnü­gungen – das sollte es sein. Hauptzielgrup­pe: Unternehmen, die Geschäftspartnern und Mitarbeitern etwas Besonderes bie­ten wollen. Zur Belohnung, zur Motivation. Diese so genannten Incentive-Reisen bilden das Kerngeschäft, hinzu kommen private Gruppen. „Optimal sind 20 Teilnehmer“, sagt Laimer.

    Zehn offene Alfa der Baujahre 1957 bis 1965 umfasst der Nostalgic-Fuhrpark jetzt. Zu den acht Giulietta und Giulia gesel­len sich zwei Sechszylinder 2600 Touring Spider, die Schlachtschiff-Version, mit der die italienische Marke Anfang der Sechzi­ger ins Cruise-Erlebnis der USA kletterte. Alle Fahrzeuge haben deutsche H-Kennzeichen. Auf den Originalzustand der Alfa achten die Reiseanbieter genau, aber nicht pedantisch. Das hat den Vorteil, dass die Gäste die Auto-Schönen mit inniger Fürsorge behandeln und weniger mit mu­sealer Ehrfurcht. Nur in einem Punkt ist Lai­mer dogmatisch. Radios im Alfa sind tabu: „Hier machen die Motoren die Musik.“

    Jüngstes Baby in der Alfa-Flotte ist ein Giulietta Spider aus dem Jahr 1957. Ein putziges Fahrgeschöpf. das in seinem hinreißenden Himmelblau noch zierlicher wirkt als der grazile Sportwagen ohnehin. Derzeit wird sie von Amerigo Bigliazzi für den Alltagseinsatz hochgepäppelt. Bigliazzi, in den Siebzigern Werksfahrer im Alfa Romeo-Tourenwagenteam und 1976/77 immerhin Europameister, schraubt bereits seit 1960 auf Alfa. Sein Gesicht zer­furcht sich in tiefes Leiden, wenn er vom Niedergang Alfas unter der Ägide Fiats be­richtet, man spürt seine Freude, wenn er von den Alfa der glorreichen Fünfziger und Sechziger spricht, und man fragt ihn am besten nur ein Mal, ob er sich überlegt hat, auf einer anderen Automarke zu arbeiten. Ex-Rennfahrer Bigliazzi spielt eine be­deutende Rolle im Vergiss-den-Alltag-Kon­zept der Nostalgic-Macher. Er wartet die Fahrzeuge nach ihren Vier-Tage-Einsätzen, er ist der Ausputzer im Fall eines Defekts. Tritt ein solcher auf, gibt’s in 15 Minuten Ersatz, so das eherne Versprechen.

    Dem Ernstfall wurde diese Zusicherung bislang nicht unterzogen. Die Flottenmit­glieder haben sich allesamt als „sehr alltags­tauglich“ erwiesen, freut sich Laimer. Und die Gegebenheiten als extrem alfatauglich. Die Tateinheit aus offener Giulia und der sanft-hügeligen Landschaft um Siena ist von betörender Sinnlichkeit. Dabei wollten Pichler und Laimer zu­nächst von der Toskana nichts wissen. Touristisch „zu überkandidelt“ – so laute­te Pichlers Generalverdacht, angesichts bis jenseits der Klischeegrenze reproduzierter Landschaftsbilder. Inzwischen haben sich die beiden eines Besseren belehren lassen. Die Toskana-Reise ist der Renner in ihrem Programm, weit vor der Tour am Lago Mag­giore oder jener in Südtirol.

    Das nicht zuletzt, weil das Fahrerlebnis beglückend ungetrübt ist. Das Wetter er­spart einem das zwiespältige Vergnügen, das Dach schließen zu müssen, und zum Stau kommt es höchstens, weil freudig er­regte Italiener den Alfa-Schönen noch ein breit dahingelächeltes „bella macchina“ mit auf den Weg geben wollen. Dann geht’s wei­ter, brabbelnd, winkend, lächelnd. Wer hier Stress empfindet, braucht fachlichen Beistand. Dringend.

    Laimer und Pichler schuften schwer für die Entspannung. Selten haben ihre Arbeits­tage unter 14 Stunden. In der Gewissheit, dass Individualität nur funktioniert, wo per­sönlicher Einsatz dahinter steckt, machen sie alles selbst. Holen die Gäste von Flughä­fen ab, bauen Picknicks in Klosterhöfen auf, wedeln Staub von den Fahrzeugen und pla­nen immer neue Routen.

    Der Erfolg der ersten Saison hat ihre Euphorie befeuert. Der größte Anbieter individueller Oldtimerreisen wollen sie in Eu­ropa werden, rutscht es Gert Pichler heraus. Dann meldet sich der Kopf-Mensch in ihm: „Erst müssen wir den Erfolg bestätigen.“

    November 2003